Wie Radioaktivität und Trauer den Teufel aus der Höllenküche schmiedeten

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Es beginnt mit einem LKW. Das ist zwar das Klischee, aber die Mechanik ist spezifisch genug, um weh zu tun. Matt Murdock lehnt sich bereits an den gelehrten, leise sprechenden Archetyp an, bevor er den Bordstein verlässt. Er versucht, einen Mann zu retten. Nur ein zufälliger Fußgänger. Er schiebt ihn aus der Fahrbahn eines schnell fahrenden Fahrzeugs. Guter Instinkt. Sogar heroisch. Aber der Preis für diesen Reflex ist hoch.

Er fällt. In ein Fass. Von radioaktivem Abfall. Etwas Fass. Wer weiß, woher es kam? Es spielt keine Rolle. Die Chemie darin raubt ihm die Sicht. Es verdrahtet offenbar auch sein Gehirn neu. Oder sein Nervensystem. Oder wie auch immer die Comic-Logik es nennt. Plötzlich kann er nichts mehr sehen. Aber er kann aus drei Blocks Entfernung einen Herzschlag hören. Er kann den Schweiß auf dem Hemd eines Fremden riechen. Er kann spüren, wie sich der Luftdruck verändert, bevor ein Schlag ausgeführt wird.

Dies ist nicht nur eine Behinderung. Es ist ein anderer Anblick.

Dann kommt der schwierige Teil. Die Ausbildung. Matt akzeptiert die Blindheit nicht einfach. Er macht es zu einer Waffe. Er drückt seinen Körper, bis er bricht, und drückt ihn dann erneut. Er lernt, sich durch Geräusche, Vibrationen und subtile Veränderungen in der Umgebung, die einen normalen Menschen blind machen würden, in der Welt zurechtzufinden. Er wird zu einer Maschine, die für eine Welt gebaut wurde, die er nicht mehr sehen, sondern nur noch spüren kann.

Und dann stirbt sein Vater.

Frank Murdock. Ein Boxer. Ein Mann, der versucht, die Bösewichte mit seinen Fäusten in Schach zu halten, weil das System zu kaputt ist, um zu helfen. Als er weg ist, verschwindet der Junge. Der junge Mann mit den geschärften Sinnen und dem gebrochenen Herzen zieht einen Anzug an. Nicht irgendein Anzug. Ein Rotes. Entwickelt, um einzuschüchtern. Entworfen, um gesehen oder vielmehr gefühlt zu werden.

Er ist nicht mehr nur Matt Murdock. Er ist ein Draufgänger. Der Mann ohne Angst. Der Mann, der Ihren Puls rasen hört, wenn er hinter Ihnen steht. Der Unfall gab ihm die Macht. Die Trauer gab ihm die Mission.

Aber wie viel vom Mann bleibt unter den Hörnern und dem Leder übrig? Befeuert die Wut die Gerechtigkeit oder macht sie die Schläge nur härter? Man kann den Schmerz in jedem Schritt hören. Es ist laut.