James Stewart: Wie Jimmy Stewart zum moralischen Kompass Hollywoods wurde

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Er sah nicht wie ein Filmstar aus. Nicht im Jahr 1935. James Stewart kam mit einem Stottern, langen Beinen, die über sich selbst zu stolpern schienen, und einem Gesicht, das Kritiker als eckig bezeichneten, nach Hollywood. Die Casting-Direktoren zuckten mit den Schultern. Er war langsam. Anhalten. Schwer zu platzieren.

Dann sprach er.

Diese Stimme. Dieser spezifische, mittelatlantische Akzent. Es hat alle entwaffnet. Plötzlich landete der Mann, der keine Rolle ergattern konnte, Herzen. Er musste kein harter Kerl sein. Er musste nicht schlau sein. Er musste einfach er sein.

Die Capra-Verbindung und der erste Oscar

Frank Capra sah es zuerst. Er sah den Idealismus, der sich hinter der Unbeholfenheit verbarg. Stewart spielte den liebenswert einfachen Soul in „You Can’t Take It with You“ (1938). Dann spielte er den idealistischen Kreuzfahrer in Mr. Smith geht nach Washington (1939). Das Publikum hat es aufgegessen. Sie beobachteten ihn nicht nur; sie vertrauten ihm.

1940 stimmte die Akademie zu. Stewart wurde für „The Philadelphia Story“ als Bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. Er hatte nicht nur ein hübsches Gesicht. Er war der Typ, der du sein wolltest. Oder der Typ, der Ihr Sohn sein sollte.

Krieg und der ultimative Klassiker

Dann kam der Zweite Weltkrieg. Stewart wartete nicht auf Anrufe. Er hat sich gemeldet. Er wurde Bomberpilot. Er flog Missionen. Er hat Medaillen gewonnen.

Als er zurückkam, hatte sich die Welt verändert. Aber Stewart? Er arbeitete einfach weiter. 1946 schenkte er uns George Bailey in „It’s a Wonderful Life“. Der Film war kein sofortiger Knaller. Es dauerte einige Zeit, bis es sich im kulturellen Blutkreislauf etablierte. Jetzt? Es ist Weihnachten. Jährlich. Der Mann, der den schüchternen, moralisch entschlossenen Jedermann spielte, wurde zum Gesicht der amerikanischen Feiertagsnostalgie.

Hitchcocks Puppe

Nicht allen gefiel es. Alfred Hitchcock tat es nicht.

Hitchcock wollte die Kontrolle. Er wollte eine Puppe, die er posieren konnte. Stewart war zu real. Zu menschlich. Dennoch hat Hitchcock ihn trotzdem benutzt.

  • Seil (1948)
  • Heckscheibe (1954)
  • Der Mann, der zu viel wusste (1956)
  • Schwindel (1958)

In Vertigo ist Jimmy „Scottie“ Ferguson aus Stewart nicht nur ein Detektiv. Er ist ein gebrochener Mann. Die Kamera folgt ihm. Die Musik schwillt an. Die Spirale zieht sich zusammen. Es ist erschreckend. Es ist wunderschön. Es ist Stewart in seiner komplexesten Form.

Warum er relevant bleibt

Heutzutage gibt es nicht viele Schauspieler, die von „Destry Rides Again“ (1939) zu „Anatomy of a Murder“ (1959) wechseln können, ohne ihre Identität zu ändern. Es ist keine Schauspielerei. Es ist Sein.

Er spielte den Musiker in The Glenn Miller Story (1954). Er spielte den harten Gesetzeshüter in „Der Mann aus Laramie“ (1955). Er spielte den Anwalt in Anatomy of a Murder. Die Charaktere haben sich geändert. Der Kern blieb.

Gibt es einen besseren Schauspieler für unsere Zeit? Vielleicht auch nicht. Wir leben in