Die Szene in der Nähe von Bordeaux ist chaotisch. Zehntausende Menschen in der Gironde wurden evakuiert. Frankreich kämpft gegen Waldbrände, die durch etwas angefacht werden, was Wissenschaftler so weit im Norden selten sehen.
Es handelt sich um eine Pyrocumulonimbus-Wolke.
Man kann es sich wie ein durch Feuer verursachtes Gewitter vorstellen. Die Hitze der Flammen liefert die Energie. Es befördert Rauch, Asche und Wasserdampf hoch in die Atmosphäre. Wenn diese Luft aufsteigt, kühlt sie ab. Der Dampf kondensiert. Wenn das Feuer heiß genug und der Himmel instabil ist, entsteht eine hoch aufragende Cumulonimbuswolke.
Diese Wolken schweben nicht einfach. Sie sind aufgewühlt.
Sie erzeugen turbulente Winde, die die Glut in alle Richtungen fliegen lassen. Dies macht Brände unvorhersehbar. Die Feuerwehr kann sie nicht eindämmen. Blitzeinschläge aus diesen Wolken können neue Brände auslösen. Das Problem vervielfacht sich.
Wie Pyrocumulonimbus-Wolken entstehen
Der Prozess ist körperlich und gewalttätig.
Waldbrände erzeugen enorme Mengen an Hitze. Die Luft über dem Feuer steigt schnell auf. Es transportiert Feuchtigkeit mit sich. Hoch in der Atmosphäre verwandelt sich die Feuchtigkeit in Wolken.
Wenn die Atmosphäre instabil ist, wächst die Wolke. Es wird zu einer Gewitterwolke.
Laut französischen Behörden war dieses Phänomen die Ursache für die jüngsten Brände in der Nähe von Bordeaux. Sie fügten hinzu, dass sie es noch nie zuvor im Land gesehen hätten.
Dies ist nicht nur ein französisches Problem. Die Bedingungen bestehen woanders. Europa ist schwül. Rekordverdächtige Hitzewellen. Minimaler Regen. Regionen sind trocken. Sie sind feuergefährdet.
Frankreich ist nicht allein.
Wo sind sie sonst noch aufgetreten?
Schauen Sie sich Kalifornien an.
Sommer 2021. Heftige Brände im Westen der USA. Auch dort bildeten sich Pyrocumulonimbus-Wolken. Rauchige Wolken ragten eine Meile hoch auf. Sie erhoben sich über den Flammen.
Die kalifornische Feuerwehr meldete in dieser Saison über 7.300 Waldbrände. Eine Million Hektar verbrannt. Drei Feuerwehrleute starben.
Der Brand in der Gironde wird wahrscheinlich noch viele Wochen lang brennen. Ein hochrangiger Beamter warnte, dass es Monate dauern könnte, bis es vollständig ausgelöscht sei.
Die Lage in der Gironde sei über Nacht „weitgehend stabil“ gewesen. Aber machen Sie es sich nicht bequem.
Für diese Woche wird eine weitere Hitzewelle vorhergesagt. In Frankreich werden Höchsttemperaturen von bis zu 40 °C (104 °F) vorhergesagt.
Hitze treibt dies voran. Wärme treibt es an.
Der Pyrocumulonimbus-Effekt ist real. Es ist tödlich. Und es dringt an Orte vor, an denen die Menschen nicht darauf vorbereitet sind.


























