Biber-Wiederansiedlung im Ennerdale Forest schreitet voran

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Pläne zur Wiederansiedlung von Bibern im Ennerdale Forest in Cumbria, England, sind vorangekommen, und Forestry England hat die Genehmigung erhalten, einen vollständigen Antrag für das Projekt einzureichen. Dies folgt auf eine erfolgreiche anfängliche Interessenbekundung und signalisiert eine mögliche Rückkehr der Art in das Gebiet nach jahrhundertelanger Abwesenheit.

Historischer Kontext und Begründung

Einst verbreiteten sich Biber in ganz Großbritannien, doch im 16. Jahrhundert wurden sie durch die Jagd ausgerottet. Ihre Wiedereinführung wird nun durch ökologische Vorteile vorangetrieben: Biberdämme regulieren auf natürliche Weise den Wasserfluss, mildern Dürreperioden und verbessern die Wasserqualität. Diese Auswirkungen sind besonders relevant in einem sich verändernden Klima, in dem die Wasserbewirtschaftung immer wichtiger wird.

Projektdetails und Zeitplan

Der vorgeschlagene Plan sieht die Freilassung von bis zu 50 Bibern – wahrscheinlich 15 Brutpaaren zusammen mit ihren Nachkommen – in Ennerdale vor. Forestry England hatte ähnliche Pläne bereits im Jahr 2023 ausgesetzt, da Bedenken hinsichtlich eines geplanten Flussgitters bestanden, das die Fischwanderung behindern würde. Der überarbeitete Vorschlag zielt darauf ab, diese Probleme anzugehen, wobei der voraussichtliche Veröffentlichungstermin auf September 2027 festgelegt ist.

Das Bewerbungsverfahren wird voraussichtlich etwa 18 Monate dauern, wobei Forestry England die Einreichung bis Ende 2026 anstrebt, gefolgt von einer viermonatigen Prüfungsphase durch Natural England.

Umweltauswirkungen und -minderung

Biber sind für ihre Dammbautätigkeit bekannt, die Landschaften umgestalten und Feuchtgebiete schaffen kann. Forestry England hat außerdem versichert, dass bei Bedarf Maßnahmen zum Schutz wertvoller Bäume ergriffen werden, was ein Gleichgewicht zwischen ökologischer Wiederherstellung und Waldbewirtschaftung zeigt.

Die Wiederansiedlung von Bibern stellt einen wachsenden Trend hin zum natürlichen Hochwassermanagement und zur Wiederherstellung der Artenvielfalt dar. Es unterstreicht einen Wandel in der Umweltpolitik von menschengemachten Lösungen hin zur Nutzung natürlicher Prozesse für ökologische Vorteile.