Es wird prognostiziert, dass eine größere Störung im Erdmagnetfeld die Polarlichter in einem größeren Gebiet als üblich sichtbar machen wird und möglicherweise bis in den Süden der Vereinigten Staaten reicht. Das Space Weather Prediction Center der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) berichtete, dass heftige geomagnetische Stürme im Gange sind und das Phänomen bereits in der Nacht zum Montag beobachtet werden könnte.
Warum das wichtig ist
Dies ist nicht nur eine wunderschöne Lichtshow. Geomagnetische Stürme sind zwar optisch auffällig, können aber kritische Infrastrukturen stören. Störungen des Satellitenbetriebs, von GPS-Systemen und Stromnetzen sind möglich. Dieses Ereignis ist besonders bemerkenswert, da seine Intensität seit über zwei Jahrzehnten nicht mehr beobachtet wurde. Das letzte Großereignis dieser Größenordnung ereignete sich im Jahr 2003, als es in Schweden zu großflächigen Stromausfällen kam.
Die Wissenschaft hinter den Stürmen
Das Erdmagnetfeld schützt uns vor schädlicher Sonnenstrahlung. Wenn die Sonne besonders starke Flares und koronale Massenauswürfe (CMEs) aussendet, interagieren diese Störungen mit dem Magnetfeld unseres Planeten und erzeugen geomagnetische Stürme. Diese Stürme komprimieren die Magnetosphäre und leiten geladene Teilchen in Richtung der Pole, wo sie mit atmosphärischen Gasen kollidieren und das Polarlicht erzeugen.
Sichtbarkeitsprognose
Das Polarlicht könnte heute Abend in ganz Kanada und den nördlichen US-Bundesstaaten sichtbar sein. Aufgrund der Stärke dieses Sturms sind die Lichter jedoch möglicherweise bis nach Texas, Kansas, Colorado und noch weiter im Süden zu sehen. Die Sichtbarkeit hängt von den örtlichen Bedingungen und der Lichtverschmutzung ab.
Mögliche Störungen
Über das Spektakel hinaus bergen diese Stürme reale Risiken:
- Satellitenanomalien: Bei Satelliten im Orbit kann es zu Fehlfunktionen oder sogar dauerhaften Schäden kommen.
- GPS-Fehler: Navigationssysteme, die auf GPS basieren, können unzuverlässig werden.
- Stromnetzbelastung: Hochfrequente Ströme, die in Stromleitungen induziert werden, können Transformatoren überlasten und Stromausfälle auslösen.
Die NOAA prognostiziert, dass der Sturm irgendwann am Dienstag nachlassen wird, die Auswirkungen könnten jedoch noch mehrere Tage anhalten.
Aktuelle Präzedenzfälle
Ähnliche Sonnenstürme im November 2023 brachten das Polarlicht in Teile Europas, darunter das Vereinigte Königreich und Ungarn, sowie bis nach Kansas, Colorado und Texas im Süden. Dies deutet darauf hin, dass das aktuelle Ereignis für noch größere Aufmerksamkeit sorgen könnte.
Dieser geomagnetische Sturm unterstreicht die Bedeutung der Überwachung des Weltraumwetters und die Notwendigkeit einer widerstandsfähigen Infrastruktur. Das Ereignis erinnert daran, dass die Aktivität der Sonne direkte Auswirkungen auf technologische Systeme auf der Erde haben kann.

























